REUTER'S
FOCUS REPORT
English Report Summaries-Available German Titles
RIN:042
IST AUS DEM GEIGENHANDEL EINE
KRIMINELLE VERSCHWÖRUNG
UND SCHLINGE GEWORDEN?
Copyright © Fritz Reuter and
Sons, Inc. 1985, 1996, 1997, 1998 All rights reserved
By Fritz Reuter, Jr.
Meinem Mentor Hans Weisshaar gewidmet, Mitbegründer und Präsident des Amerikanischen Verbandes der Geigen- und Bogenmacher, Inc. Durch anregendes neues Beweismaterial fachte er meinen Entschluss, der Kernfrage dieser Veröffentlichung weiter auf den Grund zu gehen, erneut an. |
| Diese Frage -- Ist aus dem Geigenhandel eine kriminelle Verschwörung und eine Schlinge geworden? -- wird sowohl von GEIGENMACHER-HÄNDLERN als auch von der Öffentlichkeit in zunehmendem Maße bejaht. Man kann von einem allgemeinen Vertrauensschwund unter Musikern, Schülern und deren Eltern sprechen. Was ist die Ursache ihres Zweifelns? Kürzlich ans Licht gekommene ethisch fragwürdige Praktiken erklären die Geschichte. Auf höchst bemerkenswerte Weise sind diese Praktiken mit einem besonderen Typ der Geigenhändler verbunden, dem MUSIKER-HÄNDLER, einem Geigenhändler ohne berufliche Fachausbildung in der Kunst des Geigenbaus und der Restaurierung und ohne ethisches Bewußtsein. |
2. Der MUSIKER-HÄNDLER hat sehr geheime, profitable Handelsmethoden entwickelt, manchmal in
stillschweigender Zusammenarbeit mit hochberühmten Musikern und Lehrern. Der gleiche Typ
des MUSIKER-HÄNDLERS
entwickelte auch Geschäftspraktiken und "Ethiken", die in krassem Widerspruch
zu den allgemein anerkannten stehen, und die von den meisten GEIGENMACHER-HÄNDLERN befolgt werden.
Besonders seit dem (im negativen Sinne berühmt gewordenen) "KANDA" Skandal der die
Welt des Geigenhandels 1981 erschütterte, ist es ein dringendes Erfordernis geworden, die
Gegensätze und Unterschiede zwischen:
|
| 3. Die Spitze des sprichwörtlichen Eisberges der Korruption war der Ausbruch dieses Skandals in Tokio, Japan. Er war ein Schulbeispiel wechselnder Ethiken und Praktiken. Herr Yuoko Kanda -- einer der prominentesten und engagiertesten MUSIKER-HÄNDLER Japans -- wurde von der Polizei inhaftiert und in diesem Skandal der Fälschungen und Bestechungen als Verbrecher angeklagt. Herr Kanda (von Kanda & Co.) hatte jedoch auch Komplizen. Einer von ihnen war Mr. Yoshio Unno -- ein international berühmter Geiger und Professor der Musik an der Tokioer National Universität der Schönen Künste und Musik (Geidai), einem der angesehensten Kunstinstitute Japans. Auch er wurde inhaftiert und verurteilt. |
| 4. Der "Kanda" Skandal hatte eine ernüchternde Wirkung auf den Geigenhandel, zum großen Teil durch die ausgiebige Beachtung, die er durch die europäischen und asiatischen Nachrichtenmedien fand. Einer der aufschlußreichsten und treffensten Artikel über den Skandal erschien in der Londoner TIMES (vom 22. Mai 1982, Seite 12). Kopien dieses Artikels -- "Viele Neue Geigen" von Geraldine Norman -- wurden an alle Mitglieder des Internationalen Verbandes der Geigen- und Bogenmacher versandt. Aus einleuchtenden Gründen vermeidete die Zeitschrift "THE STRAD" aus dieser weitreichenden Herausforderung Nutzen zu ziehen, doch berichtete sie (Juli 1982, Seite 178): "Offensichtlich hat der Skandal ein solches Ausmaß erreicht, daß man bei japanischen Musikern von einem allgemeinen Vertrauensschwund sprechen muß hinsichtlich der Angebote. Die japanische Presse ist daran interessiert, herauszufinden, ob es sich dabei um weltweit übliche Praktiken handelt." |
| 5. Ins einzelne gehende Berichte anderer Schreiber zu diesem Thema zusammen mit dem ausgiebigen Material durch die JAPAN TIMES, sorgen für ein buntes Mosaik von Betrug, Täuschung und Unkenntnis -- zusammengehalten durch das durchdringende mächtige Geflecht gewöhnlicher Gier. |
6. Ergebnisse durch Nachforschungen der Interpol, des F.B.I. und der japanischen Polizei
beleuchten folgende Tatsachen des Skandals und zeigen Teile dieses abstoßenden Gewebes --
die erschreckende Entstellung der einst akzeptierten ethischen Normen:
|
|
|
|
|
| 12. Sind nun solche durch Habgier getriebene Verdrehungen ethischer Normen -- wie z.B. Bestechung, Fälschung, Täuschung, Betrug und Unkenntnis -- weltweit zu beobachten? Diese Frage stellte die Japanische Presse. In Gemeinschaft mit Kollegen aus Europa und den USA wurde so ein Entschluß gefaßt, sich dieser Frage anzunehmen. Um der Frage direkt entgegentreten zu können, beschlossen meine GEIGENMACHER-HÄNDLER Kollegen und ich, die Öffentlichkeit mit realistischen Informationen zu versehen, mit deren Hilfe sie eine unterrichtete Wahl beim Kauf von Instrumenten, Bögen, Reparaturen und fachlichen Rat treffen können. |
| 13. In den Augen vieler meiner Kollegen macht Chicago, USA, der ursprünglichen Bedeutung seines Names -- "Ort des üblen Geruchs" -- alle Ehre, denn man kann ihm ähnliche Praktiken zur Last legen wie die, durch die sich der "KANDA" Skandal auszeichnet. Der Skandal weist in abgeschwächter Form die Merkmale der "Chicagoer Moritat" von Habgier auf und ist eine teure Krankheit, die selten richtig von ihren Opfern diagnostiziert wird und die der Öffentlichkeit niemals von den Betrügern und Förderern enthüllt wird. Der weite Durchbruch begann in großem Maße mit "schöpferischen" Werkstatt- und Geschäftspraktiken. Diese Geschäftspraktiken sind heute weitgehend "verfeinert" worden durch die Anstrengungen von Generationen von MUSIKER-HÄNDLER -- Händler, die ihre ansteckenden Praktiken wahrscheinlich bis in die Zeit des historischen Chicagos und der dort herrschenden Zustände zurückverfolgen können. |
| 14. Mit der tätigen, aufschlußreichen Unterstützung anderer GEIGENMACHER-HÄNDLER --
Kollegen im wahrsten Sinne -- wird Reuter's
Focus Report eine Serie von Artikeln veröffentlichen.
Diese Serien, "Chicago Flim Flam,
Geigenbetrügereien und Andere Geheime Geschichten"
werden sich auf folgende Themen konzentrieren: 15. BESTECHUNG VON LEHRERN: Wir werden Auszüge einer Abhandlung von Hans Weisshaar bringen, die seine persönliche moralische Philosophie über Bestechung und Erfolge im Geschäft behandeln. Es werden gängige Methoden, Raten und verschiedene Arten von Bestechungsgeldern oder Provisionen behandelt, die von MUSIKER-HÄNDLERN im besonderen, an Lehrer und andere in den USA gezahlt werden. Auch wird die Frage aufgeworfen, für welche fest eingeführte Handlung ist "Berufsrabatt" ein Metapher? Wie kann der Käufer wissen, ob jemand aus seinem Einkauf eine Provision erhält? |
| 16. FÄLSCHUNG VON
ZERTIFIKATEN: Zu diesem Thema gibt es viele wichtige
Fragen. Welche Informationen sollte ein fälschungssicheres Zertifikat enthalten? Wer stellt heute Zertifikate von größtem
internationalen Wert oder Gültigkeit aus? Welche Arten von
Zertifikaten werden benötigt, um sich beim Kauf oder Verkauf von Streichinstrumenten oder
Bögen in Bezug auf Echtheit und Zustand sicher sein zu können? 17. BETRÜGEN DES KÄUFERS: Auch bei diesem Thema sind die Ergebnisse näherer Betrachtung gravierend. Durch welche unsachgemäße Behandlung verlieren viele Streichinstrumente in Werkstätten ihren Wert? Was ist unter unethischen Reparaturen und Veränderungen zu verstehen? Woher kann ein Käufer wissen ob er hereingelegt wurde oder nicht? Und was sind in Wirklichkeit die "schöpferischen" Verkaufspraktiken der Chicagoer MUSIKER-HÄNDLER? |
| 18. UNKENNTNIS DES KÄUFERS: Zumindestens in einem Artikel dieser Serie werden die "Große Lüge" und die unehrlichen Machenschaften des Geigenhandels bloßgestellt. Was ist die "Große Lüge"? Vom wem wird sie propagandiert und unterstützt? Und warum? Wie ist für die meisten Instrumente und Bögen das Verhältnis von Bargeldwert zu dem Verkaufswert und dem der zugesicherten Rückvergütung? Überhaupt, wie willkürlich sind die Verkaufspreise der MUSIKER-HÄNDLER für Instrumente und Bögen? Welches ist der absolute Geldwert Ihres Instrumentes oder Bogens -- und wovon wird er bestimmt? Wer bezahlt einen "Liebhaberpreis"? |
| 19. VERSICHERUNGSBETRUG: Die hier aufgeworfenen Fragen sind für alle, die in Besitz eines Instrumentes sind, oder die es eines Tages zu sein hoffen, von großer Bedeutung, auch wenn es sich um bescheidene Werte handelt. Wie leicht zum anführen sind die meisten Versicherungsgesellschaften? Warum werden die Versicherungsprämien in naher Zukunft beträchtlich steigen? Welche Nachrichten bezüglich Investierungswerte werden "Diebstahl" oder Schäden an Instrumenten und Bögen zufolge haben? Welche ernstzunehmenden Schäden und Wertverminderungen Ihres Instrumentes werden von keiner Versicherung jemals rückvergütet? Wer stellt Versicherungszeugnisse aus welche künstlich in die Höhe getriebene Wertschätzungen enthalten? |
| 20. "Chicago Flim Flam, Geigenbetrügereien und Andere Geheime Geschichten" -- einmalig in Reuter's Focus Report -- wird außerdem noch viele andere Themen behandeln. Es werden Berichte über Instrumentenhändler sowie über zeitgenössische Geigen- und Bogenmacher und Restaurateure erscheinen -- aber auch Berichte über ihre berufliche Verbindungen sowohl innerhalb der Vereinigten Staaten als auch im Ausland. Ferner kann man Artikel über den "E.N.D. Prozeß: Die Endlösung auf Chicagoer Art" lesen sowie "Das Chicagoer Abkürzungsverfahren: Schöpferische Vermarktung Des Tones Durch Bestechung." So manche "verborgene" Information wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Entwertungsrichtlinien sowie die Methodik des Wertschätzers werden diskutiert werden -- genauso wie psychoakustische Versuche, die die "Schönheit" des Klanges bestimmen. Außerdem erhalten Sie Aufschluß über die grundlegenden Bestandteile, die den Wert einer Geige und des Bogens bestimmen. Zu guter letzt werden die Leser durch Buch Besprechungen und allerlei "Exklusives" unterhalten -- und informiert. |
| 21. Auf seine eigene Art will "Chicago Flim Flam, Geigenbetrügereien und Andere Geheime Geschichten" die wahren professionell-ethischen Fragen, die durch den "Kanda" Skandal die Welt aufhorchen ließen, bloßstellen und ergründen. Bedeutend ist daran, daß jedes behandelte Thema und jeder Artikel ein Dienst an der Öffentlichkeit ist - |
|
Copyright © Fritz Reuter and Sons, Inc. 1985, 1996, 1997 All rights reserved